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Neues Buch-Projekt von Harry Karis

„GRENACHE AND OTHER RHÔNE GRAPE VARIETALS & WINES
A comprehensive worldwide research on the queen of grapes, Grenache“

So der Titel des neuen Buches, welches zu einem großen Teil über eine Crowdfunding-Aktion finanziert werden soll.
Harry Karis, bekannt durch seine „Chateauneuf du Pape Bibel“ aus 2009, möchte sich nun der Erforschung der Grenchache-Weinrebe widmen. Und das nicht nur in Frankreich an der Rhone, sondern sozusagen weltweit, wo diese Rebsorte angebaut wird. Auf seinem Reiseplan stehen auch die weiteren Anbaugebiete wie Spanien, Italien, USA, Australien, Afrika, mittlerer Osten und weitere. Dies soll größtenteils in 2016 und 2017 statt finden und Ende 2018 soll dann das Buch mit etwa 750 Seiten finalisiert sein und veröffentlicht werden.
Auf seiner Facebookseite wird Harry von Fortschritt seines Projektes mit Wort, Bild und Videos berichten.

Auf der Webseite des auf die Weinwelt spezialsierten Crowdfunders „Fondovino“ ist das ganze Projekt sehr  ausführlich beschrieben. Mit Unterstützungen ab 65€ erhält man das Anrecht auf das neue Buch. Natürlich sind auch niedrigere oder höhere Summen möglich, die zu verschiedenen Belohnungen über das Buch hinaus führen.

Viel Erfolg und Bon Voyage Harry!

Das erste Adventswochenende steht im Zeichen des Naturweins

raw_fbÜber hundert ausstellende Winzer werden am Sonntag erwartet in der Markthalle 9 in Berlin Kreuzberg. „RAW – The Artisan Winefair“ heißt die Messe und ist der Ableger der schon erfolgreich durchgeführten Veranstaltung in London. Isabelle Legeron „That Frazy French Woman“ ihres Zeichens Master of Wine (MW) hat diese Messe ins Leben gerufen und organisiert. Sie ist Expertin für Naturwein und auch Autorin des Buches „Natural Wine – An Introdiction to Organic and Biodynamic Wines made Naturally“. Das Buch ist wirklich lesenswert um in die vielen Aspekte von Naturwein theoretisch kennen zu lernen.
Dieses Wochenende ist die „Praxis“ dran. Wie gesagt über 100 Winzer sollen anwesend sein.
Für mich nun die große Frage: Wie soll ich mich durch das Angebot durchkämpfen? Ausgeschlossen ist alles zu probieren. Aber wenn man 95% der Aussteller nicht kennt, wie geht man am besten vor um einen guten Querschnitt/ Überblick zu bekommen? Vorschläge?

R.I.P. „Weinreporter“ Mario Scheuermann

Völlig überraschend ist Mario Scheuermann im Alter von nur 67 Jahren gestern von uns gegangen.
Ich spreche den Angehörigen hiermit mein Beileid aus!

Er ist ein Urgestein der Weinszene und war auch schon sehr früh im Web unterwegs. Sein Forum „Talk about Wine“ war früher ein täglicher Anlaufpunkt für mich und auch seine Notizen und Berichte von den Bordeaux-Primeurverkostungen habe ich gern gelesen. Auch auf Twitter war er sehr präsent u. A. auch mit Tour de France Kommentaren. Um nur ein paar seiner Aktivitäten zu nennen.

Viele hielten ihn für umstritten. Ich habe mich da immer rausgehalten als eher passiver Konsument seiner Veröffentlichungen und Äußerungen und hatte ansonsten dafür auch zu wenig persönliche Berührungspunkte mit Mario.

Ruhe in Frieden Mario Scheuermann!
Das ein oder andere Glas Wein werden wir zu deinem Gedenken sicher noch leeren.

 

…Sorry – under construction

Leider haben die vielen WordPress-Updates der letzten Zeit das Layout  meines Blogs etwas verunstaltet.

Ich werde dran arbeiten.

„Le Micro-Climat 2011“ Saint Jean du Barroux – Ganz was besonderes!

Le Micro-Climat 2011

Le Micro-Climat 2011

In besonderen Jahren macht Philippe Gimel auf Saint Jean du Barroux am Fuße des Mont Ventoux einen speziellen Wein, der den Besonderheiten seiner Weinberge gerecht wird. Eben dem Mikroklima und damit dem Terroir. 2009 waren es besonders ausgewählte und reife Parzellen seines besten Grenache, woraus er eine sehr opulenten aber trockenen „Micro Climat“ schuf.  Längst eine Lengede, lange ausgetrunken bzw. vergriffen.
2011 hatte er eine andere Idee. Die zu erwartenden sehr geringen Erträge und der sehr trockene August und September und die dadurch kleinen Trauben mit vielen kleinen Beeren brachten Philippe auf die Idee die austrocknenden sehr süßen Beeren separat zu ernten und zu vinifizieren. Diese sehr süßen Beeren hätten den normalen Cuvees auch einen zu hohen Alkoholgehalt gegeben. So hat er vom 21.-23. September 2011 durch seine 14 Erntehelfer speziell diese süßen, trockenen teils rosinierten aber gesunden Grenache-, Syrah- und Carignanbeeren doch recht mühsam ernten lassen. Aber das Ergebnis hat dann auch die Erntehelfer überzeugt.  Diese Beeren alleine hätten ein Alkoholpotential von 16-30% ergeben.
Die Mazeration dauerte 6 Tage, teilweise mit Stielen. Was insgesamt eine gute Konzentration ausgewogen mit dem Restzucker ergeben hat. Letztendlich ist das Ergebnis ein Süßwein mit 14%Vol. und 100g/l Restzucker und einer ausreichenden Säure um ein Gegengewicht zum Zucker zu haben.
Im Mai 2012 hatte ich schon die Gelegenheit den noch etwas unfertigen Wein aus dem Faß zu probieren. (Er reifte in sehr alten Barriques von Ch. de Beaucastel, dem früheren Arbeitgeber Gimels). Nun auf der Flasche zeigt er sich sehr harmonisch. Schöne dunkle Beerenfrucht, Pflaume und viele Gewürze und Schokolade. In der Nase, wie auch am Gaumen. Dazu eine sehr elegante Süße und sehr geschmeidige Tannine. Und einen unheimlich langen fruchtigen Abgang.
Er passte hervorragend zu unserem Dessert beim Ostermal. Dunkler Schokoladenpudding auf Erdbeer-Rhabarberkompott.
Leider ergab die Ernte nur 940 halbe Flaschen. Ab Weingut schon fast ausverkauft, aber der deutsche Importeur Vinaturel hat noch welche.

Das Dessert zum Micro Climate 2011

Das Dessert zum Micro Climate 2011