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Rückblick auf eine tolle 501Bio-Dyn Messe

Foto: 501Bio-Dyn

Am 7. und 8. Mai traf sich die Bio(dynamisch) interessierte Weinwelt im MVG Museum München. Die normalerweise in dieser Halle ausgestellten historischen Straßenbahnen und Busse waren an die Seite gerückt worden um den 160 Erzeugern platz zu geben. Aus fast ein Dutzend Ländern waren sie angereist mit geschätzt etwa 1000 verschiedenen hochwertigen  Biologisch oder Biodynamisch produzierten Weinen aller Couleur. Im Vorfeld der Messe waren wohl 600 Karten an Interessenten vor allem aus (Wein-) Handel und Gastronomie abgesetzt worden. Es war ja keine Endverbrauchermesse. Ich muß sagen es war bei der überschaubaren Menge an Besuchern an den zwei Messetagen sehr angenehm zu verkosten, keine Drängelei an den Tischen. Es ist noch Luft nach oben, aber es war ja die erste 501Bio-Dyn. Und ich hoffe es geht weiter! Man hörte durchweg positive Stimmen von allen Seiten! Und im 185 Seiten starken Verkostungskatalog ist auch schon ein Termin für die 2. Ausgabe der 501Bio-Dyn abgedruckt.
Parallel zu den Verkostungen fanden auch zahlreiche Masterclasses und Seminare statt. 2 Seminare davon habe ich besucht. Montags noch vor der Öffnung der eigentlichen Messe fing das erste Seminar des Tages um 10 Uhr an. Der Weinpapst der Biodynamie Nicloas Jolie gab sich die

Nicolas Joly

Ehre und hat 90 Minuten über die Grundlagen der Biodynamie referiert. Etwas gehandicapt in seinem Vortrag war er doch, er war genötigt ein Mikrofon zu benutzen, weil die Veranstaltung so gut besucht war und damit auch die hinteren Reihen etwas verstehen konnten. Er hätte gerne beide Arme frei gehabt zum gestikulieren und dann wäre sein Vortrag sicher auch  noch ausführlicher geworden. Auch visuelle Darstellungen über den Beamer fehlten. Aber auch so war es beeindruckend.
Nachmittags waren wir dann noch auf einem Seminar mit Verkostung mit Olivier Humbrecht. Master of Wine und

Zind-Humbrecht

Spitzenwinzer aus dem Elsass auf dem Weingut Zind-Humbrecht. Hier ging es anschaulich und mit Verkostung unterstützt um die Mineralität im Wein. Ausdrucksvoll in der Verkostung und nachvollziehbar hat Olivier seinen Standpunkt zu Mineralität in seinen Weinen dargestellt. 4 Rieslinge wurden präsentiert. Der erste mit geringster Mineralität. Die mittleren beiden mit gleicher hoher Mineralität aber unterschiedlichen Zucker/ Säuregehalten. Und zum Abschluss ein Top-Gewächs mit selbstverständlich  hoher Mineralität. Ein Erlebnis diese grandiosen Rieslinge aus dem Elsass!

Natürlich trifft man auch langjährige Weinfreunde, bekannte Händler, Agenten und natürlich Winzer. Oftmals bisher nur virtuell getroffen, nun auch mal live, wie z.B. Weinfreund Christian Hörtrich aus der Nähe von Augsburg. Und natürlich meinen Winzerfreund Philippe Gimel mit seinem Weingut Saint Jean du Barroux war anwesend und hat mit sehr guter

Ich, Philippe Gimel und Christian Hörtrich

Resonanz seine Weine vorgestellt.
Am Sonntag Abend habe ich noch mit Weinfreund Bat Sap und Philippe Gimel am “ Biergarten Abend, zusammen mit den 501-Winzern in der Menterschwaige“ teilgenommen. Wegen des Regenwetters leider drinnen wurde neben Weißbier ein 3 Gänge Bio-Menue serviert sowie einige Spitzenweine aus der Großflasche. Wir haben dabei auch das Französische Wahlergebnis gefeiert! Es lebte der Europäische Gedanke auf! Ein Deutscher, ein Belgier und ein Franzose saßen zusammen und tranken gemeinsam Spanischen und Österreichischen Wein. So geht Europa!

Vielen Dank für die Organisation der Messe an Vinaturel und die Unterstützung durch die verschiedenen biodynamischen Verbände Renaissance des Appellations, Biodyvin, Demeter, respekt BIODYN und Schmecke das Leben

 

 

Neues Meisterwerk von Philippe Gimel – Microclimate 2014

Unter der Bezeichnung „Microclimate“ produziert Philippe Gimel auf seinem Weingut Saint Jean Du Barroux immer einen ganz besonderen Wein. Es gibt ihn nicht jedes Jahr und es ist auch nicht immer der gleiche Wein. 2009 war es ein reinsortiger Grenache trocken ausgebaut aus besonders guten Parzellen, 2011 war

Microclimate 2014

Microclimate 2014

es ein Grenache-Süßwein ungesprittet aus extra handselektionierten vollreifen bis rosinierten gesunden Grenachebeeren. Natürlich sind diese Weine längst ausverkauft. Es waren immer nur so etwas mehr wie 1000 Flaschen. Es schlummern aus anderen Jahrgängen noch weitere „Experimente“ in seinem Keller, aber dazu mehr erst zu gegebener Zeit.

Mit dem 2014er Jahrgang hat er als Microclimate einen reinsortigen Syrah gekeltert. Dieser wein ist so klar, präzise, elegant und von kühler Aromatik, wie man es nie von dem südlichen Anbaugebiet vermuten würde. Natürlich noch blutjung aber schon sehr zugänglich und mit gutem feinen Tanninrückrad! Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung über die nächsten Jahre.
Einige wagen sogar den Vergleich mit einem Côte Rôtie. Erste Kritikerstimmen zücken schon die 95 Punkte! Zurecht, wie bei den anderen Microclimates auch!

Erhältlich in Deutschland etwa ab Januar 2017 über Vinaturel.de .

„Le Micro-Climat 2011“ Saint Jean du Barroux – Ganz was besonderes!

Le Micro-Climat 2011

Le Micro-Climat 2011

In besonderen Jahren macht Philippe Gimel auf Saint Jean du Barroux am Fuße des Mont Ventoux einen speziellen Wein, der den Besonderheiten seiner Weinberge gerecht wird. Eben dem Mikroklima und damit dem Terroir. 2009 waren es besonders ausgewählte und reife Parzellen seines besten Grenache, woraus er eine sehr opulenten aber trockenen „Micro Climat“ schuf.  Längst eine Lengede, lange ausgetrunken bzw. vergriffen.
2011 hatte er eine andere Idee. Die zu erwartenden sehr geringen Erträge und der sehr trockene August und September und die dadurch kleinen Trauben mit vielen kleinen Beeren brachten Philippe auf die Idee die austrocknenden sehr süßen Beeren separat zu ernten und zu vinifizieren. Diese sehr süßen Beeren hätten den normalen Cuvees auch einen zu hohen Alkoholgehalt gegeben. So hat er vom 21.-23. September 2011 durch seine 14 Erntehelfer speziell diese süßen, trockenen teils rosinierten aber gesunden Grenache-, Syrah- und Carignanbeeren doch recht mühsam ernten lassen. Aber das Ergebnis hat dann auch die Erntehelfer überzeugt.  Diese Beeren alleine hätten ein Alkoholpotential von 16-30% ergeben.
Die Mazeration dauerte 6 Tage, teilweise mit Stielen. Was insgesamt eine gute Konzentration ausgewogen mit dem Restzucker ergeben hat. Letztendlich ist das Ergebnis ein Süßwein mit 14%Vol. und 100g/l Restzucker und einer ausreichenden Säure um ein Gegengewicht zum Zucker zu haben.
Im Mai 2012 hatte ich schon die Gelegenheit den noch etwas unfertigen Wein aus dem Faß zu probieren. (Er reifte in sehr alten Barriques von Ch. de Beaucastel, dem früheren Arbeitgeber Gimels). Nun auf der Flasche zeigt er sich sehr harmonisch. Schöne dunkle Beerenfrucht, Pflaume und viele Gewürze und Schokolade. In der Nase, wie auch am Gaumen. Dazu eine sehr elegante Süße und sehr geschmeidige Tannine. Und einen unheimlich langen fruchtigen Abgang.
Er passte hervorragend zu unserem Dessert beim Ostermal. Dunkler Schokoladenpudding auf Erdbeer-Rhabarberkompott.
Leider ergab die Ernte nur 940 halbe Flaschen. Ab Weingut schon fast ausverkauft, aber der deutsche Importeur Vinaturel hat noch welche.

Das Dessert zum Micro Climate 2011

Das Dessert zum Micro Climate 2011

Philippe Gimel kommt nach Deutschland – Winzermenüs

Endlich kommt Philippe Gimel nach Norddeutschland. Er wird vom 31. Oktober bis 3. November auf 4 Terminen seine herausragenden Ventoux Weine zu einem passenden Menü in lockerer und unterhaltsamer Art und Weise präsentieren!

Philippe Gimel Saint Jean du Barroux

Am 31.10 und 1.11. ist er zu Gast in Susanne Koch’s Weingalerie in Bad Pyrmont.

Auf dem Programm steht folgendes kleines Provence-Menü:

Barroux Ventoux Rosé 2011
Tapenade Krustini

Barroux Ventoux „La Source“ 2009
Geflügelleberparfait im Glas mit Baguette und Kräutersträußchen

Apfel- Calvados- Sorbet

Barroux Ventoux „L´Argile“ 2009
Boeuf- Bourguignon mit Baguette

Barroux Ventoux „La Pierre Noire“ 2007
provencalische Käseauswahl

 

 

 

Am 2.11. gehts dann weiter in Hamburg in der Weinbar und Weinhandlung Kühne Lage
Es wird hier ein ähnliches Menü geben, wie Bad Pyrmont:

Barroux Ventoux blanc 2008 „La Montagne“
grüne Salate mit Chêvre chaud, Avocado und geschmorten Pilzen, Nordseekrabben und Chicoree begleitet

Barroux Ventoux „La Source 2009“
Zwischengang: Baguette mit Tapenade, Roggenbrot mit Hirschsalami dazu

Barroux Ventoux „L´Argile 2009“
Hauptgang: Boef Bourguignon mit Spätzle

Barroux Ventoux „La Pierre noire 2007“
Last but not least Käse: französische Weichkäse flirten mit Käse vom Schaalsee

 

Das kulinarische Highlight wird es dann am 3.11. bei Rach & Ritchy das Grillhaus geben:

Barroux Ventoux Rosé 2011
Crostini mit gegrillten Jakobsmuscheln, glaciertem Kalbsbries und Pfifferlingen

Überraschungsgang mit Überraschungswein vom
Weinmacher persönlich vorgestellt

Zwischengang:
Barroux Ventoux „L´Argile“ 2009
„Birnen, Bohnen, Blutwurst“

Hauptgang:
Barroux Ventoux „La Pierre Noire“ 2007
US-Prime Beef „geschmort und gegrillt“
Mit Perigord Trüffel und Sellerie

Dessert passend zum Rotwein abgestimmt:
Barroux Ventoux „La Source“ 2009
Schokoladen-Soufflèe aus hochwertiger Zartbitterschokolade
Mit Quitte und Rotwein-Eis

 

Federführend für diese Events ist natürlich der deutsche Importeur Vinaturel

 

 

 

 

Aktuell wurden einige der obigen Weine in Jeb Dunnuck’s Rhonereport mit Spitzennoten bewertet:

„La Source“ 2009  89 Punkte
„L´Argile“ 2009  94 Punkte
„La Pierre noire 2007“  95+ Punkte

International GrenacheDay Sept. 23 2011

 Perrin Gigondas + Durieu Ch9dP 2006Durieu 2006 Ch9dPSaint Jean du Barroux, Ventoux

Wir zelebrieren den Grenacheday in unserem Dänemarkurlaub.

We celebrate the Grenacheday in our Denmark Holiday.