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Les Printemps de Châteauneuf-du-Pape auf Juni verschoben

Verschoben von Anfang April auf Mitte Juni

Man muss es ja auch Großveranstaltung nennen. Über 100 Winzer aus der Appelation Châteauneuf-du-Pape hatten sich als Aussteller angesagt.
Hier alle Infos zu der Weinmesse der renommiertesten Appelation der Südrhone.

Domaine De La Jaufrette

Domaine De La Jaufrette – 2011 (!!) –
Chateauneuf du Pape, 14,5% Vol.
Rotwein, trocken, Naturkork

Die Besonderheit hier gleich vorweg, diese Domaine bringt ihr Weine erst im gereiften Zustand auf dem Markt. So haben wir hier den eigentlich im Allgemeinen schon viel früher trinkbaren Jahrgang 2011 in der Verkostung.
Hier zeigt auch die Farbe schon eine gewisse Reife. Am Rande schon aufgehellt mit orangen Reflexen. Inder Nase Erdbeerkompott, Liebstöckelaromen (viele sagen Maggikraut), Zedernholz, Tabak und etwas Leder. Alles Aromen für einen gut gereiften Chateauneuf du Pape. Im Mund setzten sich diese Aromen fort zusätzlich mit grenachetypischen Lakritznoten, etwas Säure und guter Länge. Er hat auch noch ein sehr kräftiges Tanningerüst.
Dieser Wein scheint von der Reife her auf seinem Höhepunkt zu sein, was die oben genannten deutlichen Tertiäraromen zeigen. Das Tanningeüst verspricht mehr Alterungspotential, was aber die anderen Aromen in diesem Jahrgang 2011er nicht erfüllen werden können.
Ein Wein für Liebhaber von gereiften Weinen. Der normale Genießer wird überfordert sein.

 Kontakt: Grenache Valley Excellence



Hachette 2013 erschienen

Die 27. Ausgabe des „Le Guide Hachette des Vins“ kommt wieder klassischer, zurückhaltender in seiner äußerer Optik daher. Zigelrot mit goldener Schrift.
Inhaltlich gibt es ein paar kleine Neuerungen:
Weggefallen ist das Kapitel über Restaurants und Weinbars, welches erst vor 2 Jahren eingeführt wurde. Dazugekommen ist dafür ein kurzes Glossar am Ende des Buches. So hat man auch wieder die 1400 Seiten-Marke erreicht.

Hier die Weine aus Chateauneuf du Pape mit “coups de coeur” Auszeichnung:

Dom. de Cristia Vieilles Vignes 2010 B ♥ + 2  Sterne
Dom. de la Mordorée La Reine des bois 2010 ♥ + 2  Sterne
Dom. Pierre Usseglio Et Fils Tradition 2010 ♥ + 2  Sterne

Hachette 2011 erschienen

Die 26. Ausgabe des Weinführer ist wieder im klassischen Coverdesign erschienen.
Mattes Gold und die weiße Schrift unterlegt mit glänzemdem Rotgold.
Als Neuerung gibt es ein kurzes Kapitel über Resraurants und Weinbars.

Hier wieder die Weine aus Chateauneuf du Pape mit „coups de coeur“ Auszeichnung:

Dom. De La Charbonniere 2007   ♥ 2  Sterne
Le Clos du Caillou Cuvee unique 2008  ♥ 2  Sterne
Mas Grange Blanche 2007  ♥ 2  Sterne
Ch. La Nerthe 2008  ♥ 3  Sterne

Dieses mal leider keine Weißweine dabei mit coups de coeur

Blindverkostung Côtes du Rhone Weiß etc.

Es ging eigentlich darum 2 noch nicht probierte, erschwingliche weiße Rhoneweine zu testen, ob sie einen Kaufreflex auslösen. Als Referenz sollte ein schon für „sehr gut“ befundener Côtes du Rhone (vor Ort im Urlaub ausgiebig probiert und eingekauft) und sein großer Bruder aus Chateauneuf du Pape dienen.
Auf die Idee die Probe blind zu machen, kamen wir, weil wir den mehr als doppelt so teuren Chateauneuf du Pape im Rennen hatten. Das muß man doch rausschmecken.
Als dann letzte Woche feststand, wir machen es blind, kam noch ein Pirat hinzu. Ein erschwinglicher weißer Bordeaux gerade geliefert aus der Restpostenliste eines bekannten Bremer Weinversenders… Auch der sollte rauszuschmecken sein.

Korken

Die Korken zu der Blindprobe

Die Weine:
Côtes du Rhone blanc 2009, Domaine de la Janasse; Bezugsquelle: www.die-vinothek.de
Côtes du Ventoux blanc 2009, Domaine Cristia; Bezugsquelle: www.die-vinothek.de

Côtes du Rhone blanc 2009, Domaine Durieu; kein Importeur in Deutschland
Chateauneuf du Pape blanc 2009, Domaine Durieu; kein Importeur in Deutschland

Bordeaux blanc 2009, Chateau Reynon; Bezugsquelle: www.gute-weine.de

Alle Flaschen waren auf moderate 12°C runtergekühlt, wurden direkt vor der Probe geöffnet und in die neutralen Flaschen umgefüllt. Hatten also nur kurzen Luftkontakt, was sich als zu wenig erwies.

Die neutralen Flaschen

Die Weinenacheinander probiert:
Wein 1:  N: Fruchtig, Zitrone, etwas Wachs  M: Voll, deutlich als „Rhone“ zu erkennen, etwas alkoholisch
Wein 2: N: Wachs, typisch Rhone, weniger Frucht M: Typisch Rhone aber reichlich Säure
Wein 3: N: Recht verhalten, aber auch Rhone M: Rund, auch Rhone, mitte etwas flach, auch Säure
Wein 4: N: Verhalten, etwas holziges, evtl. der Bdx?? schön M: Rund, auch etwas Holz und Frucht
Wein 5: N: Sehr intensive Frucht, das muß der Bdx sein und nicht Nr. 4 ! Pfirsich, Aprikose, Mandarine aber auch eine Petrolnote M: Auch sehr fruchtig, Pfirsich, rund und lang.

Mein Tipp für den weißen Chateauneuf war Wein Nr. 1, keiner der  Weine zeigt aber wirklich einen qualitativen Vorsprung, der den Preisunterschied rechtfertigt.
Der Pirat war klar Wein Nummer 5.

Auflösung:
Den Chateauneuf  haben wir nicht erkannt. Erschreckend!
Wein 1:Durieu Cotes du Rhone, also den CdR für den Ch9 gehalten 🙂
Wein 2:Cristia Cotes duVentoux, nicht unser Liebling, da wir persönlich nicht soviel Säure mögen
Wein 3:Durieu Chateauneuf, zeigt seinen Preis wirklich nicht 🙁
Wein 4:Janasse Cotes du Rhone, toller Wein, hat der wirklich etwas Holz gehabt? Ist noch zu klären.  
Wein 5:Reynon Bordeaux blanc, war klar zu erkennen, sehr interessante Aromatik, als 2006 schon recht reif.

Erstes Fazit:
Die beiden Urlaubsmitbringsel von Durieu waren etwas enttäuschend. Trifft hier die vermeindliche Weißheit zu  „Vor Ort im Urlaub schmeckt der Wein oft besser“ ???
Janasse Cotes du Rhone ist sehr schön. Und der weiße Bdx. war kein Fehlkauf!

Offen dann die Weine kritisch über den Abend weiterprobiert…
Nach 2 bis 3 Stunden mit mehr Luftkontakt in der Flasche, entwickelten sich alle Rhoneweine noch sehr positiv.
Auch derCotes du Rhone Durieu zeigte später das, was er im Urlaub versprochen hatte. Für 6 Euro ein sehrguter Kauf. Der Ch9 wurde auch deutlich besser, aber die 21 Euro konnte nicht beweisen.

Abschließendes Fazit/ Rangliste:
Belüftung tut den Weinen sehr gut! Selbst höhere Temperaturen der Weine bis ca. 16°C waren kein Problem.
Platz 1: Janasse
geteilter Platz 2: Durieu CdR und Ch9
Letzer Platz: Cristia, auch bei Aromatischer Entwicklung verschwindet die Säure natülich nicht.
Außer Konkurenz: Der weiße Bordeaux, kein Fehlkauf für 6 Euro (runtergesetzt von 11€), war sicher vor einem Jahr besser.